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Schimmel an Quappen?! - Druckversion

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Schimmel an Quappen?! - Siroj - 14.12.2017 16:41

Hallo Liebe Gemeinde.

Mittlerweile steht schon mein zweiter R. Lamasi vor dem Landgang.
Ich verwendete zur Aufzucht bisher ganz üblich Regenwasser mit aquatischem Moos (Javamoos?) sowie ein paar Stücken Eichenlaub.

Ich hatte nach Ende der Trockenzeit plötzlich 5 neue Quappen.
Von diesen verstarben bisher 3 nach circa 3-10 Tagen.

Alle waren Schimmelähnlich umhüllt.
Beim neusten Fund schien all das Am Mundbereich zu beginnen.

Hat das was mit den Wasserwerten zu tun?
Sollte ich auf Destilliertes Wasser umsteigen?
Ist das überhaupt "Normal", dass so viele Tiere verenden? und dass jene dann so eingehüllt sind?

Bitte dringlichst um Hilfe! Es geht quasi um leben und Tod der beiden verbleibenden Quappen


Zu beachten:
Feinkostbecher
2 erreichten problemlos das Stadium bis zum Landgang
Regenwasser
Futter besteht aus Daphnien, Spirulina und Alleinfutter für Zierfische (In dem Stadium jedoch nicht wirklich von relevanz)
Temperatur im Terra: 23°
Temperatur in externen "Aufzuchtstation" (Wo ich sie versuchshalber nun platzierte): 25°

Bei beiden Orten, selbst im Zimmer immer das gleiche Phänomen.
Falls es ein Problem ist, muss es also am Wasser liegen.


RE: Schimmel an Quappen?! - wefi - 14.12.2017 17:01

Hallo

Ich verwende für meine Quappen abgestandenes Leitungswasser, ich wohne in der Region Basel, wir haben relativ hartes Wasser. Am Anfang habe ich das Leitungswasser noch mit 50% Osmose Wasser verschnitten, nun verzichte ich darauf.
Ich lasse das Wasser eine Woche in einem Behälter mit Javamoos stehen dessen Wände mit Algen bewachsen sind.

Das Wasser wird alle 4 bis 5 Wochen Total gewechselt, der Becher kurz kalt ausgespült und wieder frisch aufgefüllt. Gegen das verpilzen kann eine Zugabe von Wasser helfen, in dem man einige trockene Eichenblätter einige Tage ziehen lässt.

Ich wünsche dir viel Erfolg

Mit freundlchen Grüssen wefi


RE: Schimmel an Quappen?! - jens - 14.12.2017 17:08

...falls es "Hochland" sund, versuchs mal kühler.


RE: Schimmel an Quappen?! - Siroj - 14.12.2017 17:40

@Wefi
Unser Wasser ist ebenfalls extrem hart, das traue ich mich leidr schlichtweg einfach noch nicht. Falls ich keine andere Alternative finde werde ich das jedoch definitiv probieren!

Ich las das mit dem Quappentee bisher nur mit Erlenzapfen, Eichenbaumblätter haben den selben Effekt? dann würde ich nämlich gleich Wasser aufkochen und die Sache darin ziehen lassen.
Habe heute in der Umgebung leider keine Erlenzapfen gefunden aber wenn es mit den Eichenbaumblättern ebenfalls funktioniert werde ich das versuchen..

@Jens
Es sind laut Vorbesitzer Hochländer. Mein Terrarium schwankt momentan zwischen 21 und 23 Grad (Eher 22-23) , variiert je nach Lüfter und Raumtemperatur.
Ich hatte es vor einem halben Jahr bereits im Zimmer versucht, als dort jedoch aufgrund meiner Abwesenheit die Temperaturen stark sanken kam es auch hier dazu, dass die Quappe starb.
Ich würde ungern experimentieren. Aber die Heizung meinem "Aufzuchtbecken" zu entnehmen wäre eine Möglichkeit (Tags 20-22 grad und Nachts 18-19). Das Aufzuchtbecken ist eine Art Aquarium mit eingelassener Halterung für die einzelnen Becher, sodass sie im Wasser kleineren Temperaturschwankungen erliegen.


RE: Schimmel an Quappen?! - Don Martin - 14.12.2017 18:24

Hallo,
hatte das Problem auch schon, Die Quappen starben ziemlich schnell (immer), wenn sie schon stärker verpilzt waren, auch nach einem Wasserwechsel mit Quappentee.
Was half war ein Mittel aus der Aquaristik, ESHA 2000.
Ich habe einen Tropfen des Mittels, auf ca. 500ml Wasser gegeben und die Quappen ca. 8-10 Stunden darin belassen, danach in frisches Wasser mit Quappentee. Etwa 20% der Quappen starben trotzdem (hauptsächlich ganz junge), die Überlebenden habe sich normal, zu gesunden Fröschen weiterentwickelt.
Ob die Dosierung optimal ist, kann ich nicht sagen, geholfen hat es so auf jeden Fall. Auch waren es in meinem Fall D. auratus und leucomelas Larven, wie es mit den lamasi funktioniert kann ich ebenfalls nicht sagen. Es bekam den Quappen meiner Meinung nach auch nicht, sie in dem mit dem Mittel versetzten Wasser zu belassen, auch nicht in niedrigerer Dosierung.
Ich glaube die Ursache für das verpilzen, lag hauptsächlich am Futter (irgrndwelche Fischfutterflocken die ich einfach mal gekauft habe), seit ich relativ hochwertiges Futter verwende, gab es diesbezüglich kaum noch Probleme.

Grüße
Thomas


RE: Schimmel an Quappen?! - Siroj - 14.12.2017 18:35

@Don Martin

Das mit dem Futter könnte durchaus stimmen!

Jedoch ist bei meinen das Problem, dass man die Resultate des Schimmels/Pilzes erst sieht, wenne s zu spät ist, solange man sie nicht täglich unter dem Mikroskop checkt. daher würde das Mittelchen eben leider nur seltenst etwas bringen.

Zu wissen was es überhauot ist wäre ein Anfang


RE: Schimmel an Quappen?! - jens - 14.12.2017 20:14

Unsere Quappen leben in der Natur in einer unglaublichen Modder-Brühe. Wer im Biotop mal die Nase dran gehalten hat wird das nie wieder tun. Generell sind die Quappen sehr gut gegen alle möglichen Gefahren gewappnet. Wenn sie fit sind!

Pilze nutzen als Schwächeparasiten häufig einen geschwächten Wirt. Bei R. lamasi "Hochland" können das durchaus die hohen Temperaturen sein. Oder die Wasserqualität. Oder das Futter. Irgendetwas stimmt bei der Aufzucht nicht. Sonst hätte der Pilz keine Chance...

LG
Jens


RE: Schimmel an Quappen?! - Don Martin - 14.12.2017 21:22

Hallo,
nur um Mißverständnisse zu vermeiden, das Mittel hat bei mir auch bei stark verpilzten Larven geholfen, unbehandelt sind sie auf jeden Fall gestorben.
http://www.eshalabs.eu/deutsch/produkte/esha-2000supregsup.html

Grüße
Thomas


RE: Schimmel an Quappen?! - Siroj - 14.12.2017 23:03

jens schrieb:
Pilze nutzen als Schwächeparasiten häufig einen geschwächten Wirt. Bei R. lamasi "Hochland" können das durchaus die hohen Temperaturen sein. Oder die Wasserqualität. Oder das Futter. Irgendetwas stimmt bei der Aufzucht nicht. Sonst hätte der Pilz keine Chance...


Sehe ich genauso Jens!
Bin ja kein schierer "Anfänger" mehr, jedoch kann man an den kleinen eben schlecht eine Autopsie durchführen. Daher könnte es jeder der Faktoren sein.

Ich hatte gerade Kontakt mit einem Züchter, der mich auf das Futter hinwies.
Vielleicht war das der Ursprüng allen Übels.

Ich werde dieses Futter nun bei den nächsten Gelegen (Die schon wieder da sin) nun nicht mehr verwenden womit ich dann ausschließen kann, ob es am Wasser liegt.
An den Temperaturen liegt es nämlich nicht. Hatte das gleiche Problem bei 22 als auch bei 25 Grad. Muss nach dem Ausschlussverfahren an Javamoos (Unwahrscheinlich), Futter oder Wasser liegen.
Da ich mit meinem Regenwasser aber schon Triopse als auch meine Carnivoren erfolgreich gezüchtet habe, sollte es an dem Futter liegen. Werde mir nun spezielles Futter bestellen Smile

Danke schonmal für die ganzen Hilfreichen Beiträge. Würde mich über weitere Anreize freuen!


RE: Schimmel an Quappen?! - wefi - 15.12.2017 08:43

Hallo

Sicher ist das Futter zentral, je hochwertiger desto besser.

Wie Jens schreibt, "Quappen leben in der Natur in einer unglaublichen Modder-Brühe", das muss sicher nicht so sein, aber die vielen Inhalts- und Gerbstoffe in den Laubblättern haben auf jeden Fall gewisse Pilz hemmende Eigenschaften. Ich verwende lieber ein selbst gemachtes Eichenblätter Extrakt als irgend ein chemisches Produkt das ich nicht beurteilen kann.

Mit freundlchen Grüssen wefi


RE: Schimmel an Quappen?! - jens - 15.12.2017 16:56

Die Temperatur könnte trotzdem ausschlaggebend sein, falls es Hochlandtiere sind. Ich habe meine bei 18 grad vermehrt.

Wenn du Regenwasser benutzt, würde ich an diesem Punkt ansetzen. Die Qualität ist nicht immer dieselbe. Die Speicherzeit im Fass von Bedeutung. Eventueller Vogelkot, Dachabrieb usw können die Quappen schwächen. Ich weiß, dass viele hier gute Erfahrungen gemacht haben. Ich hatte früher beruflich mit der Nutzung von Regenwasser zu tun und lasse deshalb meine Finger davon. Das Risiko ist mir zu groß. Versuchs mal mit abgestandenem Leitungswasser. Ob mit Gerbsäuren oder ohne. Ich verwende keine.


RE: Schimmel an Quappen?! - Don Martin - 15.12.2017 17:34

Hallo,
ich glaube nicht daß das verpilzen hauptsächlich daran liegt, daß die Tiere durch irgendwelche Haltungsfehler geschwächt wären. Nach meinen Beobachtungen liegt es zum größten Teil am Futter, bzw. an den zugesetzten Inhaltsstoffen (z.B. Hefen?). Ob sich nun diese Stoffe im Wasser ungewöhnlich schnell anreichern oder direkt nach der Aufnahme durch die Quappen irgendwelche Störungen verursachen, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist aber, daß durch die Verwendung anderen Futters, bei ansonsten gleichen Haltungsbedingungen, das beschriebene Krankheitsbild so gut wie nicht mehr vorkam.
Ebensowenig bin ich ein Freund von "irgend einem chemischen Produkt" und bezweifle auch, daß das von mir benutzte Mittel, besonders förderlich für die Gesundheit der Quappen, oder gar die optimale Lösung ist. Es hat aber einen Großteil der Tiere gerettet, wogegen Eichenlaub-bzw. Erlenzapfenextrakt keinerlei Wirkung zeigten und es ging Siroj ja hauptsächlich, um die Rettung der beiden verbliebenen Quappen.

Grüße
Thomas


RE: Schimmel an Quappen?! - jens - 17.12.2017 01:47

@Don Martin

"Haltungsfehler" hört sich böse an.

Aber auch ein Futter, das zum Beispiel das Wasser verdirbt, würde ich unter meine oben angemerkten Möglichkeiten einordnen. Wenn die Quappe verpilzt, verläuft irgend etwas nicht optimal.


RE: Schimmel an Quappen?! - Siroj - 17.12.2017 11:14

jens schrieb:
@Don Martin

"Haltungsfehler" hört sich böse an.

Aber auch ein Futter, das zum Beispiel das Wasser verdirbt, würde ich unter meine oben angemerkten Möglichkeiten einordnen. Wenn die Quappe verpilzt, verläuft irgend etwas nicht optimal.



Sehe ich auch so Wink Haltungsparameter stimmen eigentlich mit denen anderer mir bekannter Züchter weitgehendst überein.

Bis zur Lieferung steige ich wie gesagt auf Daphnien um. Seid jeher geht es den Quappen super, keine Verpizung der Beiden.
Bkn guter Dinge nachdem ich 95 Prozent des Wassers 2x Wechselte um Restbestände zu vermeiden.

Lg