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Quappen Probleme!
Siroj
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Beitrag: #1
Quappen Probleme!

Hallo Liebes Forum,

Seit mittlerweile 3 Jahren habe ich immer das gleiche Problem.
Quappen sterben!
Meist ist schon kurz nach dem Tod ein Bakterienteppich (schimmelähnlich) am Maul der Quappe. Nach wenigen Stunden bedeckt es manchmal das ganze Tier.

Mein Setup funktioniert derzeit wir folgt:

Soßenschälchen (Plastik, aus Feinkostgeschäft)
Osmosewasser
1 Erlenzapfen (gebacken und trocken gelagert)

gefüttert wird mit Dutchrana Quappenfutter.


Mittlerweile bildet sich der Bakterienteppich aber schon kurz nach Fütterung mit diesem Futter. daher Kauf einer neuen Portion.

-Gleiches Problem

Mittlerweile gar keine Fütterung mehr nötig. Nach 100%WW wird schälchen gewechselt.

Werde nun auf Daphnien von Tetra umsteigen.

Ich hatte schon ca. ein dutzend erfolgreiche landgänger. Doch allein dieses Jahr 3 "Missing black" Quappen die alle an den gleichen Symptomen verendeten.
Ich habe täglich in kleinsten Dosierungen gefüttert. Exkremente und Futterreste wurden abends entfernt.
Teilwasserwechsel alle 2-3 Tage. Ganzer WW bei bedarf.

Momentan füttere ich nur noch 1-2 mal pro Woche in ähnlich kleinen Dosierungen.
Ich muss trotzden fast täglich wasserwechsel machen, da Bakterienteppiche im Wasser treiben.

Neuste Erscheinungen: Quappen schwimmen kopfüber. Bläschenbildug durch das Dutchrana futter?
Viele verendeten nach Tagennder Qual. Eine Quappe, (Missing black, kurz vor Landgang!!) kam darüber hinweg und verendete wenig später an erneut befallenem Wasser.

Was kann ich tun? Wo ist mein Fehler?

Futter? Wahl des Wassers? Fehlen des Javamooses? Menge des Futters?


Ich bitte Inständig um Hilfe!!!

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.05.2019 15:50 von Siroj.

20.05.2019 15:43
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Frikadelle
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Beitrag: #2
RE: Quappen Probleme!

Hallo Siroj,
das ist ja echt Mist.
Das" Quappen Ding" macht ja jeder irgendwie anders.
Keine Ahnung wo da ein "Fehler" ist.
Aber weil es ja schon so lange nicht funktioniert würde ich es schon lange mal anders versucht haben.
Ich kann nur beschreiben wie ich das handhabe.
Gefäß ist eine 1l Springschwanz Plastikbox.
Wasser ist Leitungswasser oder Regenwasser.
Ich habe viel Eichenlaub ( Mikrowelle) und Javamoos drin es kommt ein Tropfen clean procult(Filterbakterien für nano Becken) ins Wasser.
Gefüttert wird mit Nano Betta von JBL ( Futter für Kampffische) 2-3x pro Woche
Es ist nicht geschlossen.
Ich gieße destilliertes Wasser nach was verdunstet.
Ca alle 2 Wochen wechsele ich die hälfte Wasser.
Im Sommer gibts auch Wasserflöhe aus dem Gartenteich zu essen.
Da werden bestimmt einige die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, aber bei mir funktioniert es einwandfrei.
Bestimmt kommt es auch auf die Froschart an.
Bei mir sind das Epip. anthonyi, D. auratus und Dendropsophus ebraccatus.
Gruß, ich drück die Daumen!
Christina

20.05.2019 19:50
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ctenopoma
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Bewertung: 0
Beitrag: #3
RE: Quappen Probleme!

Guten Abend!

Wie Christina schon schreibt, gibt es unterschiedlichste Wege. Ich finde Dein Setting aber zu klein und zu steril.
Aktuell habe ich eine Quappenanlage vom Dendroshop am Laufen, aber vorher hatte ich es ähnlich wie Christina:
- mindestens 500 ml Becher
- 2 Blätter Eiche oder Buche rein (Erlenzapfen ist für mich da zuviel, Mikrowelle muss auch nicht sein, da ist nichts dran, was die Quappe nicht fressen könnte)
- Wasserwechsel allenfalls bei Bedarf
- Futter, was gerade da ist (Fischfutter habe ich immer da, habe mal Jungtieraufzuchtfutter gekauft, das verbrauche ich eben jetzt), auch Spirulina
- die Quappen fressen bei Futterpause auch die Blätter

Wie Du siehst, auch kein Hexenwerk. Je nachdem, was und wieviel Du fütterst, kann daß die Soßenbecher schon überlasten. Also große Becher nehmen und Laub rein, damit auch die Quappen nicht unbedingt gestresst werden. Es kann aber auch sein, daß die "missing black" generell eine Immunschwäche haben (ähnlich den Streichholzbeinchen), wenn es sich nur um diese Quappen handelt.

Gruß

Ctenopoma

20.05.2019 20:27
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Ranger1782
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Beitrag: #4
RE: Quappen Probleme!

Hi!

Ich habe bisher nur Erfahrungen mit P. Vittatus. Und da habe ich gelernt, dass man verdammt vorsichtig mit Erlenzapfen sein muss. Ich benutze die maximal in geringer Dosis für Quappentee. Erlenzapfen kommen bei mir nicht mehr in die Becher. Ich arbeite auch nur mit Eichenlaub.

Gruß
Chris

21.05.2019 10:00
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Susi
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Beitrag: #5
RE: Quappen Probleme!

Hallo Siroj,

das mit dem Pilz am Maul der Quappen kenne ich gut.
Das Problem hatte ich früher mit Fröschen von empfindlichen Arten, wie z.B.
Retis oder bestimmte Ranitomeya.

Was gefährlich ist:
- unterschiedliches Wasser - z.B. Beregnen mit Osmose, dann Quappenwasser mit Erlenzapfen oder Leitungswasser -
den Unterschied packen empfindliche Arten nicht!
- zu frühes Füttern!
es reicht normalerweise 2 oder 3 Tage nach dem Schlupf - die Quappen wachsen trotzdem

Meine Quappen bekommen den ersten Fütterungstag 1 Tropfen JBL fluid (das Zeug ist flüssig - gibt verschiedenes)

Über die Größe der Quappenbehälter gibt es verschiedene Meinungen - persönlich nehme ich sehr kleine Behälter, die ersten Tage Wasserwechsel mit Osmose- bzw.
Regenwasser - danach wird das Wasser mit Britta-Wasser
(jaa - ich nehm das Zeug immer noch!) verschnitten. Dazu bisserl Javamoos - mehr muss nicht sein.

Wasserwechsel alle 2 Tage - ebenfalls alle 2 Tage Tetra-Zeug (KEINE Mückenlarven), dazwischen Flockenfutter. Im Sommer lebende Mückenlarven.

Was noch wichtig ist und immer auch nachzulesen ist:
Abwechslungsreiche Fütterung der Elterntiere !!!
Am besten täglich! Mal mehr, mal weniger -
in der Natur picken die Tiere den ganzen Tag über nach Futter, mal finden sie viel - mal wenig - genau so sollten wir es auch machen!

Du schreibst von einem Baktererienteppich - da würde ich gerne ein Bild mal sehen.

lg
Susi

21.05.2019 10:43
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Maelzi
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Beitrag: #6
RE: Quappen Probleme!

Hallo Siroj,
von Quappentee halte ich persönlich gar nichts und Osmosewasser für die Aufzucht der Quappen ist auch Schwachsinn. Ich gehe ja davon aus das du anderes Wasser dem Qsmosewasser beimischt! Hast du es auch mal mit Leitungswasser versucht?


Gruß Frank
(Rhein-Kreis Neuss)
23.05.2019 17:48
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roger71
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Beiträge: 179
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Registriert seit: May 2007
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Beitrag: #7
RE: Quappen Probleme!

Ich denke das Problem ist leicht zu erklären. Falls Du wirklich Deine Quappen in Osmosewasser setzt, ist das der Todestoß schlechthin. Ich weiß nicht wer hier solchen Blödsinn empfielt. Die Quappe wird im Osmosewasser buchstäblich entsalzt (s. Osmose und Diffusion 5. oder 6. Schulklasse
) Zumindest ist das Immunsystem Deiner Quappen soweit geschädigt, dass sich in ihnen zerstörende Pilze entwickeln, die Du am Maul findest. Diese Pilze durchwachsen die ganze Quappe.

Gib ihnen lebendes Wasser, Regenwasser, Tümpelwasser, abgestandenes Leitungswasser, bei sehr viel Kalk mit etwas destiliertem Wasser verdünnt, aber niemals reines Ososewasser.

Mit Eichenblättern, Erlenzapfen und Torfzusätzen oder einfach Quappentee bekommt das Wasser einen etwas säuerlicheN PH-Wert, der Pilzen, aber auch einigen Bakterien die Vermehrung erschwert und damit die Quappe vor zu starker Belastung schützt. Je nach Behältergröße, Wasservolumen, eingebrachtem Moos oder Wasserpflanzen und ggf. Schnecken wird ein "lebendes" Wasser im Gleichgewicht sein. Da ist selbst eine etwas zu großzügige Fütterung kein Problem.

Viele Grüße Roger


http://www.tropenfrosch.info
09.09.2019 23:20
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