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Ranitomeya Terrarium geplant - noch Fragen
GreenMira
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Beitrag: #1
Ranitomeya Terrarium geplant - noch Fragen

Hallo Smile

Ich hoffe, ich poste das hier richtig...

Nun habe ich mich hier endlich mal angemeldet, nachdem ich schon eine Weile lang lese und lese und lese.
Ich stelle mich kurz vor, ich heiße Mareike, bin 34 und lebe mit meinen Katzen, meinem Hund und 2 Aquarien (1x200l mit kleinen Salmlern und Dornaugen und 1x112l Zwergkrallenfrösche) in Oberfranken.
Dendrobaten faszinieren mich schon lange und vor einiger Zeit ist der Entschluss dann endlich gefasst worden, dass ich selbst gerne welche halten möchte.
So weit, so gut. Seitdem bin ich am lesen...viele Fragen haben sich schon geklärt, aber auf einige finde ich trotz dem Lesen keine Antwort, die mir weiter hilft....ich hoffe, ihr könnt mir weiter helfen Smile

Folgendes ist geplant:

Besatz: 1,1,0 Ranitomeya variabilis

Terrarium: 100x100x50 cm (Breite, Höhe, Tiefe)

Das Terrarium gibt es schon, wird noch umgebaut mit schrägem Boden, Abfluss, Drosodicht etc.

An Technik habe ich bis jetzt nur eine Pumpe für die Regenanlage.

Nun meine Fragen:

Zu den Fröschen:
Ich habe gelesen, dass es bei manchen Fröschen auch sein kann, dass manche Terrarien für sie zu groß wären. Abgesehen von der Futtertierdichte kann ich mir aber nicht erklären, warum das so sein sollte. Stimmt das und wenn ja, ist mein Terrarium zu groß für die R. variabilis? Ist ja auch nur ein halber Kubikmeter...in der Natur bevölkern sie bestimmt auch ein etwas größeres Gebiet.

Wobei ich aber auch gelesen habe, dass die Zeigefreudigkeit von Ranitomeya stark variieren kann. Soweit ich das gelesen habe, sind sie in größeren Becken zeigefreudiger, aber dass das auch immer auf die Gruppe ankommt und die Gestaltung des Terrariums.
Ich möchte auf jeden Fall, dass sich die Tiere im Becken wohl fühlen. Wobei ich nicht den Anspruch an sie habe, dass ich sie ständig sehen muss. Ich sitze auch mal gerne davor und "suche"...aber soweit ich das verstanden habe, ist die Zeigefreudigkeit ein Indikator für den "Wohlfühlfaktor". Hat vielleicht jemand ein Becken oder ein Foto von einem Terrarium, in welchem Ranitomeya beheimatet sind und sich zeigen? Damit ich sehe, wie das aufgebaut ist und wie es strukturiert ist?

Welche der vielen Gestaltungsarten ich letztendlich umsetzen werde, weiß ich noch nicht so recht. Da gibt es ja so viele Möglichkeiten...
Ich habe mir das Buch über Terrarieneinrichtung von T. Wilms gekauft. Da habe ich gelesen, dass er an Hölzern z.B. Robinie empfielt. Das habe ich auch im Netz schon gelesen, jedoch habe ich dazu noch Fragen:
Robinie ist ja giftig, insbesondere die Rinde. Das scheint aber kein Problem zu sein? Oder doch? Ich lese nur immer den Hinweis, dass sie giftig ist, aber nicht, ob das ein Problem ist. Von anderen giftigen Holzarten (Flieder, Efeu...) habe ich schon gelesen, dass sie ohne Probleme verbaut werden. Aber da steht auch nie dabei, dass sie eigentlich giftig sind.
Sollte Robinie im Froschbecken bedenkenlos eingesetzt werden können, dann Frischholz oder schon länger lagerndes Totholz? Und mit oder ohne Rinde?
- Ich weiß, dass heimische Hölzer im Terrarium nur eine begrenzte Lebensdauer haben und z.B. Kork ausdauernder wäre. Aber ich hab einen wunderbar urig gewachsenen Baum im Garten, den ich nutzen könnte...deshalb die Frage.

Dann habe ich noch von der Methode gelesen, Styropor- und PU-Aufbauten einfach mit AQ-Silikon einzukleistern und zu beflocken. Diese Methode würde ausreichend sein für Tiere, die die Einrichtung nicht so stark beanspruchen. Die kleinen Frösche dürften glaub ich in diese Kategorie fallen oder? Kann man das tatsächlich so machen oder ist es doch eher ratsam, auf z.B. Hypertufa, Epoxidharz etc. zurück zu greifen? (Wenn man Kunstaufbauten einsetzen möchte)

Technik:

Wie viele Beregnungsdüsen bräuchte man für ein Becken in dieser Größe? 4? 6?

Beleuchtung:

Die nette Dame, von welcher ich das Terrarium übernommen habe hätte noch eine 80cm Stinger LED, die sie mir für einen guten Preis überlassen würde. Laut ihren Angaben was um die 6000 Kelvin. Mehr weiß ich über die Leiste nicht.
Wäre die in Kombination mit Vollspektrumröhren und noch einer UV Lampe in Ordnung?
Die Dame hatte Orchideen im Terrarium und diese seien super gewachsen mit der Stinger. Aber es sollen ja auch Frösche ins Becken...

Das waren jetzt schon wirklich viele Fragen...aber eine hätte ich doch noch...kennt jemand vielleicht einen kompetenten erfahrenen Froschhalter aus Oberfranken oder Umgebung, welchen ich einmal besuchen könnte um alles mal "live" zu sehen?

Ich bin in Sachen Terraristik absoluter Anfänger und möchte so wenig wie möglich falsch machen. Gelduld zählt zwar nicht zu meinen Stärken, aber für dieses Projekt möchte ich mir wirklich Zeit lassen, damit alles prima wird. Wobei es schon in den Fingern juckt endlich anzufangen...

Vielen lieben Dank erstmal fürs Durchlesen und ich hoffe, dass mich die ein oder andere hilfreiche Antwort erreicht Smile

Liebe Grüße
Mareike

14.09.2018 22:33
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ctenopoma
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RE: Ranitomeya Terrarium geplant - noch Fragen

Hallo Mareike!

Herzlich willkommen! Zum Einstieg so ein langer Text .. tststs Wink
Aber ich will ihn mal beantworten wollen:

>> Ich habe gelesen, dass es bei manchen Fröschen auch sein kann, dass manche Terrarien für sie zu groß wären. Abgesehen von der Futtertierdichte kann ich mir aber nicht erklären, warum das so sein sollte. Stimmt das und wenn ja, ist mein Terrarium zu groß für die R. variabilis? Ist ja auch nur ein halber Kubikmeter...in der Natur bevölkern sie bestimmt auch ein etwas größeres Gebiet.

So richtig, die Futtertierdichte ist ein Problem, zum anderen kann ein größeres Becken aber mehr Vielfalt an Mikroklimata bieten, somit ist der halbe Kubik zwar großzügig dimensioniert, aber eben nicht zu groß. Wobei der variabilis eh in einer Bromelie lebt, aber da hast Du ja einiges an Möglichkeiten. Zum Beispoiel eine große Bromelie zentral setzen und eventuell einige kleinere an die Wände ...
Woebi ich bei dem Becken eher 60er Tiere bevorzuge (seit neuestem), da die Tiere dann noch viel weniger scheu sind, da sie in die Tiefe, also vom Betrachter (Feind) weg flüchten könnten.

>> Dann habe ich noch von der Methode gelesen, Styropor- und PU-Aufbauten einfach mit AQ-Silikon einzukleistern und zu beflocken. Diese Methode würde ausreichend sein für Tiere, die die Einrichtung nicht so stark beanspruchen. Die kleinen Frösche dürften glaub ich in diese Kategorie fallen oder? Kann man das tatsächlich so machen oder ist es doch eher ratsam, auf z.B. Hypertufa, Epoxidharz etc. zurück zu greifen? (Wenn man Kunstaufbauten einsetzen möchte)

Absolut, die Tiere sind so klein, da passiert nichts, aber auch bei den größten Dendrobaten bist Du mit dieser Variante bestens beraten. Styropor und PU kannst Du zum Formen von Landschaften nutzen. Ich bevorzuge es, einfach nur mit beschichteten Platten die Seiten-, Rück- und Bodenplatte zu bekleben, die Struktur kommt durch eingebrachtes Holz, Wurzeln, Xaxim, Pflanzen.

>> Wie viele Beregnungsdüsen bräuchte man für ein Becken in dieser Größe? 4? 6?

2 Doppeldüsen, ggfs. das Beregnungsintervall/Beregnungszeit erhöhen. Es gehen auch 3 Doppeldüsen, mehr auf keine Fall. Ich habe auf 70 er Breite 2 Doppeldüsen und das ist eher zuviel. Aber man will ja irgendwie alles erreichen.

>> Die nette Dame, von welcher ich das Terrarium übernommen habe hätte noch eine 80cm Stinger LED, die sie mir für einen guten Preis überlassen würde. Laut ihren Angaben was um die 6000 Kelvin. Mehr weiß ich über die Leiste nicht.
Wäre die in Kombination mit Vollspektrumröhren und noch einer UV Lampe in Ordnung?
Die Dame hatte Orchideen im Terrarium und diese seien super gewachsen mit der Stinger. Aber es sollen ja auch Frösche ins Becken...

Ein wirklich schwieriges Thema. Wenn Orchideen wachsen, würde ich die belassen. Ich habe nur noch LED's auf den Becken, eventuell noch UV-Röhren/Strahler. Müssten für die Tiere nicht sein, aber es schadet nicht. Strahler sind hier besser, um einen Punkt zu betonen, Röhren muss man ständig austauschen.

>> kennt jemand vielleicht einen kompetenten erfahrenen Froschhalter aus Oberfranken oder Umgebung, welchen ich einmal besuchen könnte um alles mal "live" zu sehen?

Mal beim "Verkauf" schauen, ich glaube, da gibt es viele, die sich die Themen nicht zwingend durchlesen

>> Ich bin in Sachen Terraristik absoluter Anfänger und möchte so wenig wie möglich falsch machen. Gelduld zählt zwar nicht zu meinen Stärken, aber für dieses Projekt möchte ich mir wirklich Zeit lassen, damit alles prima wird.

Fehler bleiben nicht aus, und das mit der Geduld kenne ich gut genug. Aber, es lohnt sich, zu warten! Richte Dein Becken ein und lass Dich beraten (evtl. geh auf die Börse im November in Marktheidenfeldt, da triffst Du ganz viele, die Dir Deine Fragen bestimmt beantworten!!), bevor Du Tiere kaufst.
Variabilis sind sehr sehr schöne Tiere!!
Habe ich auch und möchte sie nicht missen!

Viele Grüße!

Ctenopoma

Edit: Rechtschreibung korrigiert ...

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.09.2018 23:04 von ctenopoma.

14.09.2018 22:59
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pommes
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Beitrag: #3
RE: Ranitomeya Terrarium geplant - noch Fragen

Hallo Mareike,
es gibt tatsächlich einige Froschler in Franken.
Ich selbst wohne nähe Bamberg. Kannst dir gerne mal meine Terrarien anschauen.
Grüße
Werner

15.09.2018 11:50
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GreenMira
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Beitrag: #4
RE: Ranitomeya Terrarium geplant - noch Fragen

Hallo ctenopoma Smile

Vielen lieben Dank für die schnelle und hilfreiche Antwort Smile Das sind ja alles prima Nachrichten. Da Becken nicht zu groß, die Silikonsache funktioniert und Düsen weiß ich nun auch Smile Danke Smile
Über Robinie im Terrarium kannst Du mir nix sagen oder? Gibt es da vielleicht irgendwen, der damit schon Erfahrungen gesammelt hat?

Ja, die R. variabilis sind echt tolle Tiere!!! Ursprünglich (vor meinem Infomarathon) fand ich auch die Oophaga ganz toll. Nur dann hab ich gelesen, dass die für Anfänger nicht so geeignet sind. Und da bin ich auf die Variabilis gestoßen. Sie sollen relativ gute "Anfängerfrösche" sein, da sie temperaturtechnisch einfacher zu pflegen sein sollen, weil sie als Hochlandfrösche auch kühler vertragen und weil sie so zeigefreudig sind. Über letzteres hab ich nun aber unterschiedliche Angaben gefunden.
Wie verhalten sich Deine denn? Hast Du Dein Variabilis Terra irgendwo vorgestellt? Würde mich sehr interessieren, wie das so aussieht Smile

Keine Sorge, bis die Frösche einziehen wirds bestimmt Frühling...oder Sommer...erstmal will ich die ganze Technik verbauen und dann an die Inneneinrichtung gehen. Wenn die fertig ist, dann erstmal laufen lassen, bis die Pflanzen angewachsen sind und ich das Klima im Terra im Griff hab Smile Mit loslegen meinte ich die Einrichtung und Technik Wink

Ach, da fällt mir noch ein, Du schreibst eine große Bromelie. Groß ist ja relativ...hättest Du da eine Größenangabe, was Du als groß einstufst? Soweit ich gelesen hab, brauchen die Ranis ne große Bromelie, da sie den Nachwuchs nicht mit Eiern versorgen? (Oder täusche ich mich da jetzt) Wie groß sollte so eine Bromelie also sein?

Und auch hallo Pommes/Werner

Vielen dank für das Angebot Smile Passt prima, da ich beruflich jeden Tag (Mo-Fr) in Bamberg bin Smile Was pflegst Du für Arten?

Liebe Grüße

Mareike

16.09.2018 20:48
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pommes
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Beitrag: #5
RE: Ranitomeya Terrarium geplant - noch Fragen

ich halte Oophaga Pumilio versch. Morphe und R. Lamasi Hochlandform
dann noch E. Anthoni.

Grüße
Werner

17.09.2018 09:42
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