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Saarländisches Dendrobaten-Projekt
Lupifrog
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Beitrag: #1
Saarländisches Dendrobaten-Projekt

Hallo ihr Lieben,

wie Einige von euch sicher schon mitbekommen haben, bin ich im Begriff, mein erstes Dendrobatenterrarium zu planen.

Terrarienerfahrungen konnte ich bereits mit meinen Eublepharis macularius und meine beiden Crotaphytus collaris sammeln, allerdings ist ein Regenwaldterrarium bisweilen Neuland für mich.
Aquaristische Erfahrungen habe ich ebenfalls mit Poecilia reticulata, Ambystoma mexicanum und Red-Rili-Garnelen (je ein eigenes Artenbecken).

Das Terrarium, das vom Terrarienbauer angefertigt wird, wird die Maße 60 x 60 x 80cm haben.
Zum grundsätzlichen Aufbau und der Innengestaltung hätte ich jetzt noch ein paar Fragen...

Wie viele Löcher für die Beregnungsanlage sollte ich bei dieser Größe des Terrariums vom Terrarienbauer bohren lassen? Reicht eines in der Mitte oder sollten es besser je eines rechts und links sein?
Wie viele Düsen würdet ihr empfehlen, um das ganze gut, aber nicht übermäßig zu beregnen? Eine Doppeldüse, zwei Einzeldüsen oder gar 2 Doppeldüsen?

Ich hatte auch geplant, das Terrarium komplett (auch den Boden) mit Xaxim zu gestalten. Auf den Boden kommt natürlich noch zusätzlich eine ordentliche Schicht Laub.
Kann man das Xaxim am Boden dann genauso befestigen wie an den Seitenwänden (mit Aquariensilikon) oder sollte man es am Boden anders gestalten?! (Drainage mit Aquarienvlies unterm Xaxim sinnvoll oder unnötig aufgrund des schrägen Bodens?)
Genauso mache ich mir im Moment auch noch so meine Gedanken mit dem Wassergraben. Sollte ich diesen einfach so belassen, sodass sich das Beregnungswasser darin sammeln kann oder habt ihr bessere Erfahrungen mit Blähton etc. gemacht?
Im aquaristischen Bereich kenne ich das vor allem in den Außenfiltern mit beispielsweise Siporax, was ja auch eine enorme Besiedlungsfläche für Bakterien hat.
Aber ich befürchte, dass das hier eher kontraproduktiv wäre und sich vor allem vermehrt schlechte Bakterien bei diesem Mikroklima und eher stehenden Gewässer sammeln würden. Nicht, dass das dann irgendwann nur noch vor sich hin gammelt und womöglich noch anfängt zu stinken... Was meint ihr dazu?

So ich denke, das sind für den Anfang mal genug Fragen...

Ich freue mich auf einen regen Informationsaustausch!

Vielen Dank schonmal vorab für eure Mithilfe!
P.S.: Würde mich nach wie vor freuen, wenn sich vielleicht doch noch ein paar Leute aus meiner Gegend mit Dendrobatenerfahrung melden würden ;-)

Gruß Lupifrog


Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken...[Quelle:unbekannt]

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.10.2016 16:57 von Lupifrog.

19.10.2016 16:54
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pommes
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Beitrag: #2
RE: Saarländisches Dendrobaten-Projekt

Hallo Lupi,
bei einem 80er breite des Terras würde ich 3 Bohrungen machen lassen,
bei einem 60er 2, ich ziehe Einzeldüsen vor ( die bauen nicht so groß auf )
Wichtig bei der Bohrlochanordnung ist das du weit genug vom vorderen Rand einrückst, so min. 12 cm, weil dir sonst das Beregnungswasser auf die untere Lüftungsgaze tropfen und aus dem Terrarium laufen kann.

Bodengrund kannste mal unter sufu suchen gibts zig Varianten.
Falls du Xaxim wählst ( würd ich nicht, da gibts andere Bodenaufbauten die besser und günstiger sind ) keinesfalls fest einkleben, sonst wirds mit dem Reinigen echt schwierig.

Ich habe mittlerweile meine Wassergräben nahezu alle trockengelegt, das
Wasser das dort stand hatte eine schlechte Qualität und wurde von den Fröschen wenig genutzt. mM.
Gruß Werner

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.10.2016 18:52 von pommes.

19.10.2016 18:44
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Lupifrog
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Beitrag: #3
RE: Saarländisches Dendrobaten-Projekt

Hi pommes,

danke für die Tipps! Besonders das mit den Düsen ist sehr hilfreich.

Ja, mit dem Bodengrund, das scheint wirklich ne Wissenschaft für sich zu sein Wink Habe schon von vielen verschiedenen Varianten gelesen, aber es hat mir noch nix so wirklich zugesagt, deshalb dachte ich an Xaxim; da hast du jedoch wirklich recht, einkleben ist keine gute Idee zwecks Reinigung...
Wie sieht es mit Weißtorfplatten mit Drainage aus?
Bei Ben wird das als super Bodengrund angepriesen, allerdings hab ich auch schon des Öfteren gelesen, dass das Ganze nach ner Zeit ziemlich versumpft... genauso wie mit Schwarztorfsoden...

Wassergraben inwiefern trockengelegt? Hast du ihn zugeschüttet und wenn ja mit welchem Material?

Gruß Lupifrog


Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken...[Quelle:unbekannt]
19.10.2016 19:12
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Heiko-S-
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Beitrag: #4
RE: Saarländisches Dendrobaten-Projekt

Hallo Lupifrog,

Den Bodenaufbau mit Weißtorfplatten,Drainagefolie und Blähton habe ich in meinem Terrarium.

Da diese keine Abflussbohrung besitzt,habe ich an einer Ecke ein Stück 12/16er-Schlauch bis zur Bodenscheibe drin,abgedeckt mit einem Stein.

Steigt das Wasser in der Drainageschicht in Richtung Folie,so führe ich einen 9/12er-Absaugschlauch in den 12/16er und sauge das überschüssige Wasser ab.

Das ist schön torfbraun und wandert gleich als Gießwasser in die Zimmerpflanzen.

5 Minuten aufwand pro woche...also praktisch nichts...

Gruß,
Heiko

19.10.2016 19:29
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Lupifrog
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Beitrag: #5
RE: Saarländisches Dendrobaten-Projekt

Hallo Heiko,

wie lange läuft dein Terrarium denn so schon?
Trocknen die Weißtorfplatten auch mal etwas ab oder sind die immer relativ feucht oder gar nass?

Das macht mir bei dem Material wie gesagt etwas Bedenken.
Zu nass soll es den Fröschen ja auch nicht werden...

Ich hätte auch gerne einen Bodengrund, der das Terrarium genau wie die Xaximwandverkleidung in gewisser Weise isoliert, sodass die Wärme von den Lampen auch etwas besser gehalten werden kann.
Hat man beispielsweise nur eine Laubschicht auf dem Glas, kann ich mir gut vorstellen, dass das Ganze dann von unten ziemlich auskühlt.

Wie richtet ihr eigentlich verschiedene Ebenen in einem xaximverkleideten Terrarium ein?
Sollte man auch mit Xaximstücken arbeiten, die man dann an den Rück- und Seitenwänden befestigt oder kann man auch mit Schwarztorfsoden-Aufbauten arbeiten?

Gruß Lupifrog


Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken...[Quelle:unbekannt]
19.10.2016 21:39
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Heiko-S-
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Beitrag: #6
RE: Saarländisches Dendrobaten-Projekt

Hallo Lupifrog,

Seit Dezember...und noch immer keine Frösche....aber in 3 Wochen ist es soweit...Cool

Komplett trocken ist der Torf nicht...eher von leicht feucht bis stärker feucht um den integrierten Zimmerbrunnen...

Ist in der Natur aber auch nicht überall gleich...

Im hinteren Bereich gibt es dicke Polster aus Eichen-Buchen-und Kastanienblättern,auch sind Steine und Äste eingearbeitet so dass die Frösche auch eher trockene Plätze aufsuchen können.

Durch Steine und Äste entstehen bei mir auch verschiedene Ebenen.

Da das Terrarium aber für Bodenbewohner gedacht ist,ist es wohl eher fürs Auge....wer will,kann aber auch bis unters Dach klettern...Wink

Entweder werden es Dendrobates azureus oder Phyllobates terriblis werden...ich kann mich nicht entscheiden....

Laut Herrn Eisenberg würden sogar beide Arten gut miteinander harmonieren...aber ich glaube,das traue mich dann doch nicht nicht...Wink

Gruß,
Heiko

19.10.2016 21:50
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pommes
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Beitrag: #7
RE: Saarländisches Dendrobaten-Projekt

Von flächig verlegten Torfplatten als Bodengrund kann ich dir nicht raten.
Mit der Zeit zieht der Torf Wasser und wird versumpfen und die Platten werden quellen sich hochwölben und sich schließlich auflösen.

Außerdem ist der Torf vom ph Wert ( zu ) sauer.
Gegen einzelne Weiß und Schwarztorfstücke am Boden ist nichts zu sagen.

wie gesagt sufu nutzen...

Um meine Wassergräben trocken zu legen habe ich einfach eine Bohrung möglichst tief an der Gegenmutter gemacht. Dann mit etwas Kies aufgefüllt

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.10.2016 21:57 von pommes.

19.10.2016 21:54
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Lupifrog
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Beitrag: #8
RE: Saarländisches Dendrobaten-Projekt

@pommes: Ok, dann werden es wohl nur vereinzelte Torfstücke am Boden werden und nicht flächendeckend...
Die SuFu wird von mir schon ordentlich beansprucht, keine Sorge Wink .

@Heiko: Dann drück ich dir mal die Daumen, dass alles klappt!
In 3 Wochen... bekommst du deine Frösche in MHF?
Bin gespannt. Berichte mal, für welche Frösche du dich entschieden hast Smile .

Da fällt mir gerade noch eine andere Frage ein:
Wie geht man denn am Geschicktesten vor: Sollten, nachdem das Hardscape (Xaxim, Steine, Torf, Äste etc.) installiert ist direkt die ersten Pflanzen fürs Mikroklima mit einziehen oder beregnet ihr das Ganze (Xaxim, Torf, Äste, Steine etc.) erstmal eine gewisse Zeit und setzt die Pflanzen erst nach dem (mit Sicherheit auftretenden) Schimmelbefall ein?
Wirken die Pflanzen, wenn man sie von Anfang an mit einbringt einem Schimmelbefall eher entgegen oder muss man dann Angst haben,einen Teil der Flora durch gerade diesen Schimmel zu verlieren?
Vielleicht ne blöde Frage, aber darauf hab ich bis jetzt noch keine brauchbare Antwort gefunden...

Gruß Lupifrog


Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken...[Quelle:unbekannt]
19.10.2016 22:39
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Heiko-S-
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Beitrag: #9
RE: Saarländisches Dendrobaten-Projekt

Hallo Lupifrog

Marktheidenfeld hatte ich noch gar nicht auf dem Radar...

Hatte eigentlich geplant,mit einem Kumpel am 05.11. nach Karlsruhe zu düsen.
Wenn Marktheidenfeld geeigneter wäre,würde ich natürlich umdisponieren...

Ich habe die Bepflanzung gleich komplett gemacht.

Natürlich kommt mit der Zeit noch die eine oder andere Pflanze dazu...man hat ja die eine oder andere Idee oder eine andere Pflanze gedeiht nicht zufriedenstellend und muss ausgetauscht werden.

Ich hatte ganz am Anfang auf einem Ast etwas weißen Schimmel...den habe ich abgewischt und das war es auch schon.
Ein wenig weißer Schimmel ist am Anfang ganz normal und ist,wenn er nicht flächendeckend auftritt,ganz normal.
Frösche würde ich während dieser Phase natürlich noch nicht einsetzen.

Das erste halbe Jahr hatte ich auf einem Holzstück dekorative kleine orange Holzpilze...leider haben sie sich nicht dauerhaft gehalten....

Gegen das von Pommes angesprochene Hochdrücken der Torfplatten gibt es ein einfaches Rezept...die Platten anfangs nicht dicht an dicht verlegen,sondern etwa 1 cm Quellfuge lassen.

Klar bringt Torf ein etwas feuchteres und saures Milieu.

Bei ersterem schafft eine Drainage und/oder Abfluss Abhilfe.
Zweiteres hatte bislang auf meine Bepflanzung keine Auswirkung,ganz im Gegenteil...ich muss öfters mal mit der Schere ran,sonst drängeln sich die Pflanzen beim Öffnen der Scheiben ins Freie...Wink

Gruß Heiko

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.10.2016 07:28 von Heiko-S-.

20.10.2016 07:23
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Zysik
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Beitrag: #10
RE: Saarländisches Dendrobaten-Projekt

Hallo
Ich bin neu hier im Forum,und möchte mich kurz vorstellen.Heiße Raimund und für Saarländer zur Information wohne in Überherrn.Bin 52 Jahre alt und mit Oberschlesischen Wurzeln (das rechtfertigt meine Schreibweise)
Ich habe vor kurzem auch angefangen mit Fertigung eines Regenwald Terrarium und seit gestern ist er fertig gestellt.
Terrarium gebracht gekauft 100x100x50 HBT. Berägnungsanlage von M.R.S, Ultraschallnebler,Bionic Sun LED Quad mit T8 UV Röhre ,alles wird mit Clima Controll gesteuert.
Zur Einrichtung:
Als erste habe ich auf 3 Platten styrodur bauschaum eingetragen und nach Trocknung Strukturiert.Dann folgten zwei schichten Flexkleber.Als nächste habe ich 2K-PU Kleber (zweikomponenten ,schnell Arbeit ist angesagt 😂)aufgetragen und mit Struktur Torf beflogt.
Nach 24 Stunden folgte wider auftragung von Reinforest.
Boden;Eine Drenge Gitter (2 cm) drauf liegt 50W Heizkabel,das zusammen ist mit 5cm Bläthon bedeckt (in der Ecke vorne ist eine 1cm Rurchen für überflüssiger Wasser absaugen).Auf dem Bläthon liegt ein Insektennetz auf ihn wider Terrarium Erde.
Seit gestern sind Pflanzen gepflanzt.Jetzt hoffen das alles funktioniert.Nach paar Monaten wenn alles klappt kommen Frösche rein.
Bilder setze ich rein.

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.02.2017 08:04 von Zysik.

17.02.2017 06:07
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