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Schmierläuse und br. Asseln
pommes
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Beitrag: #1
Schmierläuse und br. Asseln

Hallo, ich habe derzeit in einigen meiner Terrarien ein Problem mit Schmierläusen an den Bromelien.
Die Pflanzen habe ich derzeit entfernt und versuche die befallenen Stellen
in einer Wanne mit Wasser abzuzwaschen.
Kriege ich die Viecher ohne Einsatz von Chemie los? In meinen Terras ist
fest 1cm Xaxim an Seiten und Rückwand verklebt, außerdem gehe ich mal davon aus das ich die Schmierläuse nicht zu 100% von den Pflanzen entfernen werde. sie also wieder mit den alten Pflanzen bzw. von Läusen auf dem Xaxim wieder ein Problem kriege.
Ich wollte eigentlich das Xaxim nicht rausreißen weil es noch gut ist und sicher noch ein paar Jahre halten kann.

Mir ist nochwas aufgefallen, vor einigen Jahren hatte ich kleine braune trop. Asseln gezüchtet und verfüttert, diese haben sich offenbar im Xaxim
massenhaft vermehrt. Sobald ich auf eine feuchte Stelle im Xaxim draufdrücke quellen die Asseln regelrecht aus dem Xaxim.
Ich habe bedenken das sich die Asseln tatsächlich nachts die Frösche stressen können, als Futter fallen sie weg da sie tagsüber nicht zu erreichen sind,

Frösche sind natürlich vorübergehend ausquartiert worden.

Wäre schön falls jemand was dazu sagen kann das schreiben würde.

Grüße Werner

01.07.2017 19:13
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Goblinfrog
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Beitrag: #2
RE: Schmierläuse und br. Asseln

Hi Werner

Schmierläuse habe ich zum Glück keine, aber ein guter Bekannter von mir. Erst als er wirklich sein Terra komplet ausgeräumt und gereinigt hatte, waren die Schei...Viecher weg. Mehr kann ich dir dazu leider nicht sagen. Wenn du deine Frösche draussen hast, kannste ne Ozon-Behandlung versuchen. Ich würde aber vorher auch alle Pflanzen rausnehmen. Man weiss nie was doch noch so in ner Blattachsel überlebt. Ein Freund von mir ist Gärtner und der meinte: setz Marienkäfer rein. Ob das wirklich funzt weiss ich auch nicht. Wenn du noch ein leeres Terra hast, knall doch ein paar infizierte Pflanzen rein und dazu ein paar Marienkäfer, mal sehen was passiert...Versuch macht kluch...

Ich halte unter anderem auch schwarze Asseln. Die sind relativ schnell unterwegs, aber meine Auratus kriegen sie doch dann und wann. Mir ist jetzt auch nicht eine übermässige Population aufgefallen und ich hab die auch schon seit geraumer Zeit im einen Terra. Bei mir können sie allerdings nicht in die Wände, da diese aus Styropor, mit Elastopur versiegelt und danach beflockt worden sind. No entry also. Die sind mehrheitlich im Bodengrund und werden genau da auch von den Fröschen gefunden und gefressen. Im Asseln-Zuchtbecken machen die sich relativ einfach gut, aber auch da ist mir jetzt keine übermässige Grosspopulation aufgefallen. Vermehren tuen die sich im Gegensatz zu den weissen Asseln gut (Die weissen vermehren sich auch, aber um einiges chilliger), aber ich konnte nach 1 Jahr keine "Ueberhand" erkennen. Das grösste Problem ist, dass die relativ schnell sind und diverse Arten von Fröschen nicht ne Chance haben die zu kriegen. Meine zwei Auratus Superblue sind allerdings echt fix unterwegs und die böllern sich gerne mal sone Assel rein. Denke es liegt auch an der Art der Frösche, die du in dem betreffenden Terra hälst.
Meine Azureus sind da im Vergleich eher träge und nehmen lieber Drosos oder Erbsen-Blattläuse, sowie Springschwänze die dann halt auf der Korkrinde reichlich vorhanden sind.
Bei meinen Pumis ist es so, dass die wirklich nur auf Kleinstnahrung gehen, also Springschwänze, kleine Drosos oder Blattläuse. In dem Terra habe ich auch nur ein paar weisse Asseln. Die vermehren sich nicht so schnell und werden doch auch ab und an gefressen, aber eher selten.

Weiss nicht ob dir das hilft, aber das sind meine Erkentnisse.

Greez
Stef

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.07.2017 01:21 von Goblinfrog.

02.07.2017 00:28
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pommes
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Beitrag: #3
RE: Schmierläuse und br. Asseln

Besten Dank Stefan für die Antwort, das Problem mit den Schmierläusen
versuche ich erstmal durch regelmäßiges Abwaschen der Blätter zu kontrollieren.

Chemie verbietet sich und der Einsatz von austr. Marienkäfer oder Florfliegen ist denke ich nicht praktikabel- zumal ich ja noch in dem Raum eine offene EBL Zucht betreibe.
( außerdem weiß ich auch keine Bezugsquellen für die Marienkäfer etc. )

Grüße Werner

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.07.2017 18:35 von pommes.

16.07.2017 18:24
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Goblinfrog
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Beitrag: #4
RE: Schmierläuse und br. Asseln

Hi Werner

Also australische Marienkäfer würde ich keinenfalls einsetzen und wo man die herkriegt, hätte ich auch keine Ahnung. Wieso nicht heimische?
Bei uns in der Schweiz aufem Land, haben wir im Frühling haufenweise von den kleinen Rackern. Die umliegenden Gärtnereien öffnen mitte bis ende März ihre Gewächshäuser und dann setzen die pfundweise Marienkäfer (und Stinkkäfer) frei. Die werden da auch gezielt gegen Schädlinge eingesetzt und der Einsatz von Pestiziden kann somit auf ein Minimum reduziert werden. Ich habe gleich nebenan eine Gärtnerei und die verwenden Marienkäfer sogar aus eigener Zucht. Braucht kaum noch was gesprüht zu werden, also ökologisch sinnvoll und erfüllt seinen Zweck. Hinzu kommt, dass die sich nicht vermehren wie die Karnickel und ein Marienkäfer vertilgt Unmengen an Läusen.
Du kannst dir die Käfer ja quasi ausleihen. Also fang dir ein paar, lass die im Terra überwintern und die Läuse mampfen und im Frühling lässt du die wieder frei. Du wirst die ein oder andere Marienkäfer-Nachzucht haben, aber eben die vermehren sich nicht so schnell und sind gut erkennbar, sowie rasch rausgelesen.

Greez
Stef

19.07.2017 08:38
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wefi
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Beitrag: #5
RE: Schmierläuse und br. Asseln

Hallo Stef

Das was die Gärtnerei in deiner nähe praktiziert, hat unsere einheimischen Marienkäfer praktisch zum Aussterben gebracht. Bei uns sieht man leider nur noch die asiatische Form...

mit freundlichen Grüssen wefi

19.07.2017 17:07
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Goblinfrog
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Beitrag: #6
RE: Schmierläuse und br. Asseln

wefi schrieb:
Hallo Stef

Das was die Gärtnerei in deiner nähe praktiziert, hat unsere einheimischen Marienkäfer praktisch zum Aussterben gebracht. Bei uns sieht man leider nur noch die asiatische Form...

mit freundlichen Grüssen wefi


Hi Werner

Ich habe mit dem Chef gesprochen und die setzen nur heimische Marienkäfer ein. In meiner Umgebung gibt es auch genug davon und die heimischen lassen sich genau so gut züchten wie asiatische oder australische (sind glaub ich sogar dieselben). Habe mich wirklich sachgemäss informiert diesbezüglich.

Greez
Stef

19.07.2017 18:40
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wefi
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Beitrag: #7
RE: Schmierläuse und br. Asseln

Hallo Stef

Das kann ja schon sein....

Der Asiatische Marienkäfer wurde nach Europa gebracht, um Läuse zu bekämpfen. Doch der Asiatische Marienkäfer vermehrt sich schnell und ist so Konkurrenz stark, dass er mittlerweile die einheimischen Marienkäferarten verdrängt.

Für das große Sterben sind Parasiten verantwortlich, die die asiatische Käfer Art mitgebracht hat. Der asiatische Käfer verfügt über einen natürlichen Schutzstoff gegen diese Parasiten, dieser Abwehrstoff fehlt den heimischen Zweipunkt-Marienkäfer.

Im Gegensatz zu den heimischen Arten legt der Asiatische Marienkäfer nicht nur einmal im Jahr Eier, aus denen die Larven schlüpfen und hat deutlich mehr Nachkommen pro Saison.

Die Zeichen stehen also alles andere als gut für den heimischen Käfer mit den zwei markanten Punkten.

Mit freundlichen Grüssen wefi

20.07.2017 10:01
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