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Zuchtschrank als Terrarienaufsatz
Luis NP
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Beitrag: #1
Exclamation  Zuchtschrank als Terrarienaufsatz

Hallo,
ich mach mal einen Thread auf zu den in meinem Kopf entstehenden Projekt. Ich habe leider zwecks Flexibilität das Hobby Terraristik aufgegeben, habe aber schon Entzugserscheinungen. Big Grin.
Meine Idee ist ein möglichst automatisiertes System, ein Ökosystem im Terrarium in das man so wenig wie möglich eingreifen muss. So kann man auch mal über längere Zeiträume abwesend sein, insofern es stabil läuft.

Wasser, Temperatur und Licht sind wohl keine großen Herausforderungen, das haben ja die meisten komplett automatisiert.
Hauptsächlich geht es mir ums Futter, was ich über einen verbundenen Zuchtschrank zu lösen probieren würde (Anhang). Am Ende des Verbindungsrohrs würde ich ein grobes Gitter setzen damit die Frösche nicht in den Schrank kommen.

In den Zuchtschrank habe ich zwei Kammern eingeplant, so dass ich in einer Springschwänze ansetzen kann und in die andere weitere Futtertiere. Die frage ist was für welche? Sind weiße Asseln aktiv genug um auch mal aus den Boxen zu fallen? Blattläuse würden mit extra Beleuchtung wahrscheinlich gehen, dann müsste ich aber wöchentlich die Futterpflanzen austauschen.
Hat sonst noch jemand Vorschläge? Ofenfischchen vielleicht? Mit denen habe ich keine Erfahrungen.
Ich habe auch noch nie einen Zuchtschrank gehabt, aber gelesen dass diese wohl ziemlich ergiebig sein sollen. Wenn ich die Zuchtschrankhälften zeitlich versetzt neu ansetzte sollte es doch immer genug Futtertiere geben?
Auf die Maße (Bild2) habe ich mich noch nicht versteift da ich noch nicht genau weiß welches Material ich in welcher Stärke verwenden werde.
Geeignete Bewohner könnten ein Pärchen Ranitomeya oder wenn es genug Futter gibt evtl. Pumilio(?) sein.

Ich bin für jeden Gedanken dankbar, teilt mir einfach eure Ideen mit.Wink

Grüße,
Luis



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15.02.2017 21:37
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ctenopoma
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Beitrag: #2
RE: Zuchtschrank als Terrarienaufsatz

Hallo Luis!

Ich fange mal mit ein paar Meinungen Ideen an. Sind nicht sonderlich ausgereift, und haben ganz sicher nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, aber vielleicht als Anhaltspunkt bzw. Startpunkte für die Diskussion:

1.) Warum?? Wenn ich mir ein Terrarium anschaffe, dann will ich doch auch etwas davon haben. Dann will ich die Tiere beobachten, FÜttern, muss ja ggfs. auch auf Etwaigkeiten reagieren. Auch das Futter braucht Futter, Springschwänze mind. 2 x/Woche, die meisten sagen spätestens alle 2 Tage.

2.) Wenn man ein stabiles Mini-Ökosystem will (was zumindest auch "längere Zeit" sicher stabil ist), braucht man deutlich größere Becken. Also so 120 cm x 100 cm x80 cm. Denn in solchen Becken kann sich auch ein gewisses Mikroklima halten, wenn die Technik mal ausfällt. Wobei ich mir dann (siehe 1.) wieder die Frage stelle, warum möchte ich ein Terrarium, wenn ich doch so lange weg bin.
3.) Auch Futterkulturen brauchen Pflege, die meisten noch mehr als die Frösche selbst. Da stellt sich mir eher die Frage, wie man bei denen auf Etwaigkeiten reagiert. Dann wäre noch das Problem, das meiner Meinung nach eher zu viel an Futter ins Terrarium gelangt, denn bei 2 Futterzuchtabteilen, ggfs. als Racks mit Springschwanzkisten, kommt deutlich mehr zusammen, als 2 pumis jemals fressen können. Das stresst wieder die Frösche, was wieder bei fehlender Beobachtung zu Problemen führen kann.
4.) Die Bodenseiten des oberen Terrariums (dort, wo die Schräge ansetz), wirst Du sicherlich frei lassen. Sonst hast Du ja keine Zirkulation in dem eigentlichen Terrarium?

Insgesamt finde ich die Idee unbrauchbar. Einfacher ist es in besagten großen Terrarien mit wenig Besatz Futterkulturen reinzustellen, die dann über 7-10 Tage halten. Dann spart man sich das Getobe mit dem Zuchtschrank auf dem Becken.
Dann lieber das eigentlich Becken größer planen.

Viele Grüße!

Ctenopoma

16.02.2017 00:22
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Don Martin
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Beitrag: #3
RE: Zuchtschrank als Terrarienaufsatz

Ein stabiles Ökosystem wird wohl nicht klappen, aber grundsätzlich finde ich die Idee sehr interessant und glaube auch, dass es für einzelne Terrarien gut funktionieren könnte. Ich denke, für größere Anlagen ist es kaum zu realisieren, aber wer weiß. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert

Grüße
Thomas

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.02.2017 13:09 von Don Martin.

16.02.2017 13:08
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Luis NP
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Beiträge: 7
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Beitrag: #4
RE: Zuchtschrank als Terrarienaufsatz

Danke für die schnellen Antworten.
Zu 1) und 2): Ich bin 19 und werde in ein paar Monaten meine Heimat verlassen um zu studieren. Ich habe vor trotzdem hin und wieder in die Heimat zu kommen, gerade in der Vorlesungsfreien Zeit. Dadurch dass es wahrscheinlich eine Wohngemeinschaft werden wird und das Terra in meinem Zimmer stehen würde habe ich nicht unendlich viel Grundfläche zur Verfügung. Durch die Stockwerkähnliche Bauweise erhoffe ich mir genau den Effekt der in einem größeren Terrarium eintritt. Die Mikrolebewesen haben ja durch den Aufsatz viel mehr Nährboden als in jedem Terra, sogar viel Nährboden ohne natürlichen Feinden der nur der Reproduktion dient.
Es steht noch nichts fest und ich werde bis es so weit ist ganz sicher nicht das Projekt in Angriff nehmen, wer weiß vielleicht finde ich ja auch einen Terraristik Fan als Mitbewohner. Big Grin

3) Springschwanzkulturen in solchen Schränken werden auf Substrat angesetzt was auch gleichzeitig als Futter dient, also Humus und Laub. Natürlich sind solche Kulturen nicht so ergiebig wie die, die man alle zwei Tage füttert, aber sie geben kontinuierlich und über einen sehr langen Zeitraum (von bis zu einem Jahr ist die Rede) hinweg Ertrag ab. Einen interressanten Artikel darüber ist hier: http://www.froschkeller.de/spr_schu.htm
Die Menge des Futters lässt sich über die Anzahl der Behälter regeln. Dadurch dass kontinuierlich immer einzelne Futtertiere ins Terrarium kommen kann ich mir vorstellen dass es für die Frösche sogar um einiges natürlicher ist als stoßweise Fütterungen per Hand.
4) Nach hinten ist der Lichtkasten selbstverständlich offen, wie auch bei vielen Terrarienanlagen der Fall.

Der kritische Punkt ist meiner Meinung nach die Diversität an Futter. Über Springschwanzzuchtschränke findet man viel, ich habe aber nirgendswo gelesen ob diese auch mit Asseln, Ofenfischchen o.ä. funktionieren. Das hängt wohl davon ab ob diese auch ab und zu von selbst aus den Schalen hüpfen oder dafür zu inaktiv/vorsichtig sind.
Gewisse klimatische Unterschiede lassen sich in den beiden Schrankhälften sicherlich bewerkstelligen.

Grüße,
Luis

16.02.2017 14:45
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wefi
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Beitrag: #5
RE: Zuchtschrank als Terrarienaufsatz

Hallo Luis

Ich sehe als eines der grossen Probleme, dass sich in deinem Zuchtschrank eine Milbeninvasion entwickelt und dadurch die Futterzuchten rasch einbrechen könnten.
Ich würde Dir also eher von deinem Projekt abraten, zum Wohle der Frösche und dem deiner Mitbewohner...

Mit freundlichen Grüssen wefi

16.02.2017 15:48
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stinkkroete
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Beitrag: #6
RE: Zuchtschrank als Terrarienaufsatz

Ich hatte mein Terrarium auch mit am Studienort. Hatte dann für die vorelsungsfreie Zeit einen Freund aus selbiger Stadt eingewiesen. Der ist einmal in der Woche gekommen und hat geschaut ob alles in Ordnung ist, Beregnungsanlage aufgefüllt und gefüttert. Hat dann z.B. in Drosophila Dosen ein kleines Loch in den Deckel gemacht, sodass immer nur wenig Fliegen ins Terrarium kommen. Die Futtertierzucht wollte ich ihm natürlich nicht zumuten. Habe dann bei Bedarf das Futter online zu ihm nach Hause bestellt.
Hat wunderbar geklappt. Als freudige Überraschung trugen sie bei meiner Rückkehr Quappen auf dem Rücken umher.

LG Jona

Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.02.2017 21:21 von stinkkroete.

16.02.2017 21:21
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Luis NP
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Beitrag: #7
RE: Zuchtschrank als Terrarienaufsatz

Hi, danke für die Rückmeldungen. Das Problem mit den Milben hatte ich natürlich noch nicht bedacht. Ich selber habe bisher nur bei Drosophila Probleme mit Milben gehabt. bei Springschwänzen habe ich noch nie Probleme mit Milben gehabt, ebenso bei Blattläusen. Ofenfischen habe ich selber noch nie gezüchtet.
Ich werde wieder berichten sollte ich dem Ganzen eine Chance geben. Gerade bei SS sehe ich eine Hohe Chance dass es ganz gut funktionieren könnte, da es ja bei anderen Zuchtschränken auch funktioniert. Anderes Futter muss ich ausprobieren bzw. müsste eventuell weiter extern gezüchtet werden.
Grüße,
Luis

22.02.2017 21:46
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ralph1968
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Beitrag: #8
RE: Zuchtschrank als Terrarienaufsatz

Luis NP schrieb:
Hallo,
ich mach mal einen Thread auf zu den in meinem Kopf entstehenden Projekt. Ich habe leider zwecks Flexibilität das Hobby Terraristik aufgegeben, habe aber schon Entzugserscheinungen. Big Grin.
Meine Idee ist ein möglichst automatisiertes System, ein Ökosystem im Terrarium in das man so wenig wie möglich eingreifen muss. So kann man auch mal über längere Zeiträume abwesend sein, insofern es stabil läuft.

Wasser, Temperatur und Licht sind wohl keine großen Herausforderungen, das haben ja die meisten komplett automatisiert.
Hauptsächlich geht es mir ums Futter, was ich über einen verbundenen Zuchtschrank zu lösen probieren würde (Anhang). Am Ende des Verbindungsrohrs würde ich ein grobes Gitter setzen damit die Frösche nicht in den Schrank kommen.

In den Zuchtschrank habe ich zwei Kammern eingeplant, so dass ich in einer Springschwänze ansetzen kann und in die andere weitere Futtertiere. Die frage ist was für welche? Sind weiße Asseln aktiv genug um auch mal aus den Boxen zu fallen? Blattläuse würden mit extra Beleuchtung wahrscheinlich gehen, dann müsste ich aber wöchentlich die Futterpflanzen austauschen.
Hat sonst noch jemand Vorschläge? Ofenfischchen vielleicht? Mit denen habe ich keine Erfahrungen.
Ich habe auch noch nie einen Zuchtschrank gehabt, aber gelesen dass diese wohl ziemlich ergiebig sein sollen. Wenn ich die Zuchtschrankhälften zeitlich versetzt neu ansetzte sollte es doch immer genug Futtertiere geben?
Auf die Maße (Bild2) habe ich mich noch nicht versteift da ich noch nicht genau weiß welches Material ich in welcher Stärke verwenden werde.
Geeignete Bewohner könnten ein Pärchen Ranitomeya oder wenn es genug Futter gibt evtl. Pumilio(?) sein.

Ich bin für jeden Gedanken dankbar, teilt mir einfach eure Ideen mit.Wink

Grüße,
Luis


Das geht! Lass dich nicht von den Reichsbedenkenträgern abbringen. Ich hab das mit Anolis Carolinensis schon gemacht und habe das so auch über Jahre mit meinen Süd America- Aquarien auf diesem Weg mit Lebendfutter betrieben. Wenn du 1-2 mal im Monat in das Ökosystem eingreifst, reicht das vollkommen aus.
Ich hab auch Pläne entworfen, wie man nur noch alle 2 Monate eingreifen muss. Die konnte ich aber praktisch noch nicht testen, weil ich dann meine Firma in Mexico gegründet hab und hier alles aufgegeben habe.
Wichtig ist nur, dass du ne gescheite Lampe draufmachts und nicht son Energiesparschei....dreck. Und dann brauchst du nur noch die Abwärme zur Futtertierproduktion nutzen und gut ist. Mit weißen, schwarzen und roten Mückenlarven hab ich da Erfahrung und mit Thermobia domestica und Collembolas. Ich wüsste keinen Grund warum das mit Heuschrecken und Heimchen nicht auch funktionieren sollte, habs aber noch nicht probiert, weil meine Fische das Zeugs nicht Fressen mochtten und meine Frau das Zeugs nich hören mag. ;-)

Wenn du ein paar tips brauchst, kann ich dir helfen.
Vielleicht find ich auf meiner alten Festplatte noch ein paar Bilder.
Die liegt aber in Puebla im Büro und ich bin grad in good old Alemania und muss auf dem Rückweg noch über Panama.

20.03.2017 07:26
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Luis NP
Junior Member
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Beiträge: 7
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Beitrag: #9
RE: Zuchtschrank als Terrarienaufsatz

Hi, danke für die Rückmeldung! Fotos wären super. Mit Mückenlarven wüsste ich jetzt auf der Stelle nicht wie sowas realisierbar wäre - ich bin gespannt!
Grüße,
Luis

20.03.2017 12:50
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ralph1968
Unregistered


Beitrag: #10
RE: Zuchtschrank als Terrarienaufsatz

Luis NP schrieb:
Hi, danke für die Rückmeldung! Fotos wären super. Mit Mückenlarven wüsste ich jetzt auf der Stelle nicht wie sowas realisierbar wäre - ich bin gespannt!
Grüße,
Luis


Wie ich Mücken zuechte habe ich hier schonmal beschrieben:
http://www.dendrobatenforum.info/dendrob...#pid119510

20.03.2017 13:51
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